IG Freizeitreiter Niederrhein e.V.
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Alte Pferde
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Autor: Flora [ 6. Sep 2016 10:49 ]
Betreff des Beitrags: Alte Pferde

Wir haben ein 31-jähriges Dt. Reitpony (Mentos-Sohn) und ein 22-jähriges Shetland-Pony (105 cm).
Die Pferde können 24 Stunden auf großem Gelände laufen, bei jedem Wetter wenn sie wollen, haben ständige
Heuaufnahmemöglichkeit und selbstverständlich guten Schutz vor Sonne und Regen etc.

Ich würde mich gerne mit Besitzern von Pferde-Senioren austauschen, da das Alter doch so manche Probleme
mit sich bringt. Man lernt ja nie aus!

Ich freue mich über Rückmeldungen.

Flora

Autor: *Iris* [ 6. Sep 2016 10:58 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Eine super Idee mit der Box hier. Ich kann hier noch nicht so mitreden. Puschel ist 17. Nur beim Thema Zähne sind wir schon im Rentenalter. Ihm fehlen schon 9 Stück. Noch klappt aber bis auf das anbeißen alles gut

Autor: Anna [ 6. Sep 2016 13:07 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Hallo,

da bin ich dabei :)
Mein Traber ist 20 und wegen starker Arthrose in Rente
Interessieren würden mich Themen wie z. B. Beschäftigungsideen und Ernährung, Erfahrung bei der Linderung von Wehwehchen

31 Jahr alt! Das ist ein echt hohes Alter!

Autor: Blondie [ 6. Sep 2016 19:40 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Alte Pferde sind etwas ganz besonderes! Mein Jerry ist jetzt 30 1/2 und seit 28 Jahren bei mir.

LG

Autor: Flora [ 6. Sep 2016 20:35 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Das ist wirklich so: sie sind etwas ganz besonderes. Unser 31-jähriger Senior ist auch schon 30 1/2 Jahre bei uns. Unvorstellbar ihn nicht mehr zu haben, obwohl inzwischen die Pflege ziemlich aufwendig ist: 3 x täglich Cobs einweichen, Kraftfutter einweichen, Möhren in der Küchenmaschine raspeln (Zähne!!), Äpfel in Scheiben schneiden, sonst verschluckt er sich. Er besteht darauf, dass ich ihm das Maul abwasche, wenn er sein eingeweichtes Futter gefressen hat. Er braucht seinen genauen Ablauf der Versorgung, bloss keine Veränderung usw. usw. Aber mir geht das Herz auf, wenn ich ihn jetzt in der schönen Spätsommersonne Schulter an Schulter mit dem Shetty auf der Wiese grasen sehe, noch interessiert an allem um ihm herum, noch voll im Leben! Ach könnte es doch immer so bleiben!

Autor: Blondie [ 6. Sep 2016 20:58 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

...das wäre zu schön!

Autor: Evera [ 7. Sep 2016 08:37 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Er besteht darauf, dass ihm das Maul abgewaschen wird????? :shock:

Ich habe meine 27-jährige Traberstute Ever und den 30-jährigen Opa Rambo-Rheinländer, der uns aber nicht gehört, sondern "nur" bei uns wohnt :grin: .
Ever ist nicht mehr soooo fit - Arthrosen in diversen Gelenken sind (zumindest im Winter) das größte Problem.

Rambo hat eigentlich nix :mrgreen:

Autor: Flora [ 7. Sep 2016 09:23 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Das Maul abwaschen?
Es hört sich sehr komisch an, aber es ist wirklich so. Wenn er seine Cobs mit Rübenschnitzel gefressen hat, ist das Maul rundherum vollgesabbert und die Futterreste hängen in den feinen Härchen rund ums Maul.
Ich habe ihm dann, da wir bei der Fütterung ja immer dabei sind, mit Küchenrolle das Maul feucht abgewischt. Das Wasser ist im Eimer. Seitdem geht er nach dem Fressen zum Eimer und hält seinen Kopf darüber, er steht einfach da und wartet, bis er sauber gemacht wird. Wenn es mal nicht nötig wäre und das Maul ziemlich sauber ist, ist er schwer zu bewegen, vom Eimer wegzugehen. Erst nach dem Abwischen ist er zufrieden! Aber das ist auch ok, denn süßer Brei am Maul ist ein
Anziehungspunkt für die fliegenden Plagegeister. Aber wie gesagt: Alte Pferde sind was besonderes!

Autor: Ricki77 [ 7. Sep 2016 20:48 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Welsh-Wallach, 28 Jahre alt, bei uns geboren und Araber-Wallach, 30 Jahre alt, seit 24 Jahren bei uns, beide noch recht fit, aber der Araber ist sehr dünn, obwohl er seeeehr viel zu fressen bekommt und seine Zähne noch einigermaßen ok sind. Beide werden longiert und gelegentlich auch noch gemütlich im Gelände geritten. Der "Kleine" war schon immer sehr intelligent und aufgeweckt, aber mittlerweile meint man, er versteht jedes Wort, das man sagt...

Autor: Flora [ 8. Sep 2016 11:01 ]
Betreff des Beitrags: Re: Alte Pferde

Das ist leider bei den meisten alten Pferden so, sie werden dünner trotz ausreichender Fütterung! Man kann nur versuchen, "Fleisch" anzufüttern z. B. mit Rübenschnitzeln und Ölen, die stoffwechseltechnisch gut sind, in entsprechender Dosierung. Gute Kraftfutterpellets, ohne gehäckseltes Grünzeug, + z. B. mit eingeweichten Heucobs, wenn das Heu nicht mehr richtig gekaut werden kann. Die Pellets kann man auch anweichen, sie müssen vom Organismus gut aufgeschlossen werden können. Vor allem die genügende Rauhfutteraufnahme ist wichtig, damit auch der Darm gut funktioniert. Auch die Muskulatur lässt natürlich im Alter nach, aber mit zusätzlichem Eiweiss muß man, je nach Pferderasse, auch vorsichtig sein. Besonders schwierig ist es natürlich, wenn man das Pferd nicht
selbst versorgt sondern wenn es in einem Pensionsstall steht. Da sind die Möglichkeiten einer an die Probleme angepassten Fütterung nicht so gegeben.
Und Heucobs sind im heissen Sommer ein Problem, sie dürfen nicht zu lange stehen, da sie sonst gären, ebenso ist es mit den eingeweichten Rübenschnitzeln.
Wir füttern z. B. zu den "Mahlzeiten" (3 x tägl.) immer gutes Sonnenblumenöl, Leinöl verweigert unser Mentos. Immer ein paar EL unters Futter, im Sommer so ca. 100 ml täglich, im Winter etwas mehr. Es erschliesst zudem das Carotin in den Möhren (in der Küchenmaschine geschnetzelt - Zähne!!) und sein Fell glänzt und sieht gesund aus! Das Shetty bekommt natürlich nur in kleines Löffelchen voll - 2 x täglich und der kleine Rappe hat wunderbares voll glänzendes Fell.
Und trotzdem sieht man auch bei Mentos die Rippen, mal mehr - mal weniger, aber insgesamt sieht er noch gut aus. Mehr Futter würde man auch bei ihm nicht reinbringen. Und abends nach der letzten Fütterung ist er auch müde und stellt sich erstmal an seine Lieblingsstelle im Stall, der ja offen ist, und ihm fallen die
Augen zu. Das Shetty leistet ihm Gesellschaft. Und wenn beide sich ausgeruht haben, knabbern sie wieder an den Heunetzen oder laufen draussen herum, sie
haben ja viel Platz, und die ständige ruhige Bewegung ist gut für die Gelenke. Wir haben vor 2 Jahren die Knochen von Mentos röntgen lassen, von Arthose keine Spur. Bis jetzt merken wir in dieser Beziehung nichts. Toi Toi Toi

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