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 Betreff des Beitrags: Verlade-Probleme
BeitragVerfasst: 14. Jun 2013 17:33 
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Nachdem ich hier im Forum immer von den tollen Veluwe-Wanderritten gelesen habe, wollte ich eigentlich auch mal einen Wanderritt mit einer Freundin starten, doch leider gibt es bei meinen Pferden grundsätzliche Hänger-Probleme, die jegliches Verreisen mit Pferd zu einem Drama machen:

Leider haben ALLE unsere Pferde Probleme, auf den Hänger zu gehen. ALLE!

Fall 1: Unser Welsh-Wallach geht zuhause mit Futter drauf, aber nur, wenn er will. Wenn man dann wohin fährt, vielleicht eine Runde in einem anderen Gebiet reitet, und dann wieder zurück fahren will, läuft er freudig, sogar mit einem Wiehern, auf den Parkplatz, wo der Hänger steht, weil er weiss, dass er dort ja ausgestiegen ist, aber auf den Hänger gehen und dann zurück fahren - nöö! Vor einiger Zeit habe ich die Taktik "vor dem Hänger und bei jedem Rückwärtsweichen Stress machen - wenn er auf dem Hänger ist, Ruhe reinbringen" probiert. Das klappte erstaunlich gut, Verladezeit nur noch 15 Minuten. Mit dem Training bin ich dann letztes Jahr nach Renesse für 3 Tage gefahren. Auch dort ließ er sich am Ende des Urlaubs innerhalb von 15 Minuten wieder auf den Hänger stellen und wir konnten heim fahren. Ich dachte, ich habe unser Problem nun bewältigt. Doch als ich dann nach Holland in die Maasduinen gefahren bin, ging er nicht mehr auf den Hänger und ich musste bis Kevelaer zurückreiten. Beim nächsten Maasduinenausritt knickte er nach 2h immer mit dem linken Hinterbein ein und ich rief meinen Vater an, dass er mich bitte an Ort und Stelle abholen komme. Aber unser Wallach ging nicht auf den Hänger. Wir haben es über eine Stunde versucht, und es wurde schon dunkel, deshalb bin ich dann gelaufen, da er ja in der Hinterhand mit Reitergewicht diese Ausfallerscheinungen hatte. Als ich irgendwann nicht mehr konnte, hat mir mein Vater ein Fahrrad gebracht. Es war schon dunkel. Unser Wallach trabte bis nach Kevelaer brav ohne Hinterhandprobleme neben mir (ich auf dem Fahrrad) im Fahrradlampenschein her. Immerhin. Aber was für eine Oper! Wenn ich mir irgendwann nochmal ein Pferd anschaffen sollte, dann wird das oberste Kriterium sein, dass dieses Pferd in den Hänger geht! Ich habe mit unseren Pferden wirklich alles ausprobiert. Hänger in der Halle meines Vaters, Pferde in der Halle laufen lassen, Futter im Hänger angeboten, wollten sie das Futter haben, mussten sie rein, andernfalls gab es eben nichts (klar, morgens und abends bekamen sie normal ihr Heu, aber für Kraftfutter oder Möhre hätten sie ja mal auf den Hänger gehen können – das haben sie dann auch oft gemacht; habe die Klappe dann aber nie geschlossen). Habe die Pferde einzeln auf den Hänger geführt. Bzw. auf die Klappe gestellt, und mich selber auf die Klappe gesetzt und nicht weiter beachtet. Ich war da, aber es war ihre Entscheidung, ob sie rein gehen wollten oder nicht (im Hänger gab es Leckerchen im Trog, als Anreiz) - das habe ich s-t-u-n-d-e-n-l-a-n-g gemacht. Ganz früher habe ich auch schon mal Geschicklichkeitsturniere geritten. Mit diesem Pony-Wallach. Hin ging es meistens noch, Pony stiefelte für ein Leckerlie auf den Hänger, schnell Klappe hoch, aber zurück - ein schönes Spektakel für alle Zuschauer. Man bekam durchaus auch oft Hilfe angeboten: "Regenschirm aufspannen und das Pferd damit erschrecken, dann springt er schon rein!", "Eine spanische Wand aufbauen und immer weiter den Raum vor der Klappe verkleinern!" dann der Klassiker "Longe von zwei Seiten vor dem Pferdepopo kreuzen und dann ziehen!" „Hänger neben die Stallwand stellen, dann hast Du wenigstens zu einer Seite schone eine Begrenzung! Und dann nimmste mal die Gerte!“ (so was hat zur Folge, dass unser Pony-Wallach anfängt zu steigen!) - meist habe ich einfach nach einem Turnier 2 - 3 Stunden mit dem Pony-Wallach vor dem Hänger gestanden, da hatte er die Faxen dann vielleicht selber dicke und zudem vielleicht auch wieder Hunger, so dass er dann doch rauf ging; aber 2 - 3 Stunden waren die Regel; ein Trick hat dann auch mal funktioniert, aber später bei mir nicht mehr, weil ich Angst hatte, unserem Wallach damit ins Fleisch zu schneiden: Ein Fremder nahm ein dünnes Band, wie Paketband, band es unserem Pony rechts ans Halfter, führte das Band um den Hintern, lief mit unserem Pony, auf der rechten Seite, auf den Hänger zu und als unser Pony stehen bleiben wollte, hat er Druck ausgeübt - da hüpfte unser Pony regelrecht auf den Hänger. Ich habe dann ebenfalls ein Tau genommen, aber nicht so dünn, aber bei mir hat es damit auch nicht geklappt. Ich wollte aber auch nicht so eine Brachial-Methode…
Der aktuelle Stand heute ist, dass ich ihn gerne nach NHS auf den Hänger bekommen würde, dieses „Vom-Hänger-weg-Stress-machen-und-in-den-Hänger-rein-loben/Druck-wegnehmen“ hat vor einem halben Jahr ganz gut geklappt, aber nach NHS dürfte ich dabei wohl auch nicht die Stimme so erheben, das stört mich auch selber und ich bin nach 15 Minuten heiser…

Fall Nr. 2: Unser Araber-Wallach. Mit ihm bin ich noch nie, NIE, irgendwohin gefahren. Ich hatte ihn zwar in den Hänger gelockt, dann hat mein Vater die Stange hinten vorgeschoben - und unser Araber wollte panisch nach vorne raus, er strampelte und wollte durch die Tür. Schnell hinten die Stange weg und er schoss nach hinten raus. Heute geht er auf den Hänger, um dort zu fressen, aber die Stange vor zu machen, das getraue ich mich nicht. Vor einiger Zeit habe ich es mit Dormosedan probiert. Er ging auf den Hänger, aber ich hatte so Angst, die Stange vor zu machen, dass ich es bleiben lassen habe. Ich habe versucht, gegenzuhalten, wenn er zurück wollte, und weil er schläfrig war, war er auch nicht so kräftig. Aber er fing dann an zu straucheln und ich hatte Angst, dass er mir ob des Beruhigungsmittels hinfällt, so dass ich ihn zurück in den Stall gebracht habe, damit er dort "ausschlafen" konnte. Heute bekomme ich ihn auf den Hänger raufgeführt, wenn man leicht am Strick zieht, folgt er der Aufforderung, rein zu kommen auch, aber bitte keine Stange, keine Klappe, wenn sich etwas hinter ihm bewegt, stürzt er sofort nach hinten raus, wenn man dann mal am Strick richtig Druck aufbaut, wenn er zurück will, dann reisst er den Kopf hoch, schlägt mit dem Kopf fast an die Decke und ich lasse los, damit er sich nicht verletzt. Also, der Araber ist noch schlimmer als der kleine Pony-Wallach... Nachdem unser Pony-Wallach nun schon mal Probleme mit der Hinterhand hatte, und ich eigentlich mit ihm und einer Freundin und ihrem Pflegepferd auch mal einen Wanderritt (vielleicht eben auch Veluwe?) machen wollte, wollte ich den Araber eigentlich als „Ersatz“ mitnehmen. Aber er geht ja gar nicht in den Hänger, das ist wirklich zum Haare-raufen!
Ich habe ihn noch nicht ein einziges Mal irgendwohin mitnehmen können. Das ist sehr schade, ich würde gerne mit ihm auch in die Maasduinen fahren, es muss ja nicht gleich ein Wanderritt oder Renesse sein, aber ich kann höchstens hinreiten, dann ist er schon ziemlich kaputt, wenn er dort ankommt, da er auch nicht mehr der Jüngste ist, und dann muss er alles irgendwann auch wieder zurück… Armer Kerl!

Fall Nr. 3: Eigentlich nicht erwähnenswert, weil sie noch nie in den Hänger ging, mittlerweile 30 Jahre alt ist und höchstens mal vor der Kutsche gefahren wird und sie für sonstige Unternehmungen aufgrund ihres Alters auch nicht mehr herhalten muss. Unsere Welsh-Pony Stute. Vollschwester unseres Welsh-Wallachs. Einmal musste sie in die Klinik, sie hatte Cushing-bedingte Hufrehe, war extrem geschwächt und zu dritt wurde sie sozusagen auf den Hänger getragen, Klappe hoch, drin war sie, fing aber an, um ihr Leben zu strampeln, dass das Hufhorn qualmte (wirklich! es stank nach verbranntem Hufhorn!). In der Situation nicht das Beste für ihre Hufe, aber wir konnten nichts anderes machen. Das Verladen für den Rückweg gestaltete sich genauso. Danach haben wir sie nie wieder verladen.

In der vergangenen Zeit habe ich mich ein bisschen über NHS belesen und gelernt, dass man seinem Pferd nach Möglichkeit Vertrauen vermitteln sollte, dann würde es einem eher folgen. Bei unserem Pony-Wallach hatte ich früher das Gefühl, dass er oft mit zur Seite „hängenden“ (also desinteressierten) Ohren und sturem Blick vor der Hängerrampe stand und einfach mal abwartete, was da so kommt. Vielleicht wirft mir die Olle da vorne ja mal ein Möhrchen vor die Nase, damit ich wenigstens einen Schritt weiter gehe - warten wir doch mal ab! Es schien, als habe er einfach „kein Bock“. Wenn ich (die Olle vorne) dieses Spielchen dann nach 3 Stunden satt war, wurde ich irgendwann laut, was natürlich total kontraproduktiv war. Es hat höchstens meinen Adrenalinspiegel wieder runter gebracht, war der Sache aber nicht dienlich. Die letzten Male, die wir ihn auf dem Hänger hatten – wir werfen nun immer die Klappe hoch und machen erst dann die Heckstange vor, weil er vor einiger Zeit mit dem Hintern unter der Heckstange durch wollte und sich dabei auch am Rücken verletzt hat – war er zittrig. So dass ich nicht mehr denke, dass er einfach nur stur ist. Er äppelt auch sofort, wenn die Klappe oben ist. Wenn er aber desinteressiert vor dem Hänger steht, ist er völlig entspannt. Erst, wenn die Klappe oben ist, fängt sein Stress an.
Aktuell denke ich, dass er zuhause auf den Hänger rauf gehen würde, man müsste wieder die Klappe schnell, schnell hoch werfen, dann könnte man ihn fahren, aber an einem anderen Ort wird er nicht mehr auf den Hänger gehen. Dieses Futter-Anbieten scheint auch nicht ideal zu sein, ich habe mal ein Video von, wie hieß er, Uwe Weinzierl (?), gesehen, und denke, dass ich nach seinem Rat mit mehr Bodenarbeit auch ohne dieses Leckerlie-Zeug auskommen sollte. Mit unserem Pony-Wallach habe ich oft Zirzensik gemacht, aber nie richtige Bodenarbeit, weil ich das gar nicht kannte. Eigentlich macht er alles, was ich will, er ist lieb beim Reiten, aufmerksam, er springt für sein Leben gern – einziges Problem ist der Hänger. Und da scheine ich wohl nicht seine Leitfigur sein zu können. Sollte man im Hänger vielleicht einfach mal mitfahren? Ich würde ihn auch gerne jemandem übergeben, der ihm das beibringen kann, denn ich habe das Gefühl, alles was es gibt, schon ausprobiert zu haben. Und ich habe in meiner Schulzeit wirklich täglich geübt – ohne Erfolg. Ich denke, es ist nicht nur die Dauer, sondern dass man es irgendwie „richtig“ macht.

Für jeden Ratschlag wäre ich dankbar!


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 Betreff des Beitrags: Re: Verlade-Probleme
BeitragVerfasst: 14. Jun 2013 22:02 
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Du schreibst Dir hier die Finger wund und andere müssten es nun auch tun... machs Dir einfacher. Eure Probleme werden nicht unbedingt (nur) beim Verladen liegen.

Mach nen Termin mit jemanden, der sich damit auskennt und lass mal gucken, woran es liegt, live vor Ort!

Empfehlung: Sunshine hier im Forum

http://www.feelyourhorse.de

Da werden Sie geholfen und das Übel an der Wurzel gepackt. ;-)

Ist vielleicht nicht unbedingt die "billigste" Lösung, aber dafür mit Sicherheit die Nachhaltigste.

_________________
Wenn Ihr schon hinter meinem Rücken redet, massiert mich doch wenigstens dabei! ;-)
BildBild Bild Bild Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Verlade-Probleme
BeitragVerfasst: 15. Jun 2013 09:42 
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du sprichst die ganze Zeit davon das Pferd in den Hänger zu locken und dann schnell die Klappe zu.
Wie fändest du es wenn du Platzangst hast und in die Enge gelockt wirst und dann geht die Klappe zu?
Beim Verladetraining solltest du denn Gedanken in den Häger zu gehn vergessen,arbeite Schritt für Schritt und nicht weiter als das Pferd dir vorgibt und kann und da gib ihm Pause und Entspannung so mußt du dich Schritt für Schritt annähern . Das Pferd darf im Hänger Futter finden,aber bitte nicht locken! Bedenke immer Sicherheit geht vor Futter (Ein Pferd das Angst hat frisst nicht) Deine Eintsellung muß sein: Du zeigst den Paltz an dem es gut ist!
Dreh keine Kreise vor dem Hänger um wieder hin zu ghen und festzustellen das es nicht geht,damit lernt das Pferd nur neben den Hänger zu laufen. Bewege dich wenn vor unn zurück
Erst wenn das Pferd entspann im Hänger bleiben möchte kannst du darüber nachdenken die Klappe zu zumachen.
Das ganze braucht viel,viel gute Zeit am Hänger und effektiv üben!


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